Maximilian-von-Welsch-Schule
Staatliche Realschule Kronach I
 
       

 

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Tränen des Abschieds - Anlass zur Freude

Wenn Schüler untröstlich sind, verzweifelt weinen, sich vor Schmerz in den Armen liegen, sollten eigentlich bei den Verantwortlichen die Alarmsirenen schrillen. Als sich diese Szenen am Ende des Schüleraustausches mit den französischen Schülern der Schule St Felix de Kerlois, Hennebont, abspielten, waren die Lehrkräfte Diana Krause und Dirk Eilers bei allem Mitgefühl doch froh über so viel emotionale Nähe, die in den zehn Tagen des Besuchs in Deutschland erreicht worden sind.

Schon die Begrüßung zehn Tage vorher war ein Eisbrecher: Schüler der 7 c führten Tänze auf, wie einen Garde- und einen Kirchweihtanz. Plötzlich ließen sich alle Schüler mitreißen, ein großer Tanzkreis wurde gebildet, sogar eine Polonaise zog sich durchs Schulhaus.

Beim Besuch im Rathaus unterstrich Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein die Dauer der Freundschaft: ein zehnjähriges Jubiläum konnte man feiern, 2009 fand der erste Austausch statt. Das touristische Highlight Kronachs, die Festung Rosenberg, wurde anschließend entdeckt und dann ging es über den Höringsgarten mit einer echten Kronacher Bratwurst direkt ins Crana mare weiter, wo die Schüler mit ihre deutschen Partnern nach Herzenslust im Wasser tobten.

Ein kultureller Höhepunkt stand am Donnerstag auf dem Programm: Willkommen im Versailles Frankens, in der Residenz Würzburg! Die Schüler staunten über so viel barocke Pracht. Und die Aufgabe, sich so zu platzieren wie eine Puttengruppe sorgte für viel gute Laune. Zur Belohnung war noch ein Bummel durch den Stadtkern angesagt. 

Dass Übersetzungen nicht einfach sind, kennen die Schüler aus dem Sprachunterricht. Erika Fuchs hat sich in Schwarzenbach/Saale sehr intensiv damit beschäftigt und die Donald-Duck-Hefte ins Deutsche übersetzt. Geprägt hat sie die Inflektive (oder Erikative) wie „grummel, grummel“, „seufz“ usw. Beim Besuch im Erika Fuchs Haus konnten die Schüler in Entenhausen sein, im Geldspeicher baden und Inflektive ins Mikrofon sprechen, die dann auf Sprechblasen übertragen wurden, was die Gastschüler auch mit großer Freude machten.

Nach einem Wochenende in den Gastfamilien hatten die französischen Schüler am Montag Gelegenheit, den Frankenwald noch besser kennenzulernen: Im Schiefermuseum in Ludwigsstadt erfuhren sie auf handfeste Art, wie Schiefer gewonnen und bearbeitet wurde, und in der Confiserie Lauenstein war manch einer nur schwer vom köstlichen Schokoladenbrunnen wegzubewegen. Schließlich wanderten Deutsche und Franzosen nachts noch durch den Festungswald und durften sich an der Forsthütte mit „Wienala im Semmala“ stärken – natürlich nur bei einwandfreier fränkischer Aussprache.

Einige Male besuchten unsere Gäste auch den Schulunterricht, wurden von interessierten Schülern unterschiedlicher Klassenstufen ausgefragt – sei es auf Französisch, Deutsch oder Englisch – und übten mit ihren Austauschpartnern für die mündliche französische Prüfung im Mai. Davon erholen konnten sie sich dann gemeinsam auf der Sommerrodelbahn, bei einer Tier-Selfie-Rallye im Nürnberger Zoo oder beim „Shoppen“ in der Nürnberger Fußgängerzone.

Über solche vielfältigen Aktivitäten rückte schließlich auch der Abreisetag näher, an dem die Jugendlichen auf dem Schulhof gemeinsam Pizza backen konnten und Sport- und Geschicklichkeitsspiele machten, bevor es Abschiednehmen hieß – zum Glück ja nur für einen Monat, bis zum Gegenbesuch in der Bretagne…

Der Schüleraustausch der beiden Realschulen wurde übrigens mit Geldern des Kreisjugendrings und durch die Stadt Kronach unterstützt.

(D. Eilers)